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Standort Grub

Die vormalige Prüf- und Besamungsstation Grub e.V. wurde 1953 unter dem Namen Bullenprüfstation Südbayern e.V. gegründet.

In dieser Zeit gab es eine regelrechte Welle von Neugründungen von Besamungsstationen. Einerseits wollte man die Verbreitung von Deckseuchen eindämmen, andererseits sollten einwandfreie Methoden zur frühzeitigen Erkennung sicherer Vererber entwickelt werden.

Zunächst waren die Bullenstallungen, das Labor und die Büroräume in einem eigens dafür umgebauten landwirtschaftlichen Anwesen in Aubing bei München untergebracht.

Die Künstliche Besamung nahm von 1953 - 1973 einen in Züchterkreisen nicht für möglich gehaltenen Aufschwung, der auch der Station Aubing die Möglichkeit gab, dank des vorhandenen Besamungspotentials sich der modernsten Zucht- und Samenaufbereitungsmethoden zu bedienen.

Nachdem in Bayern der Trend zu größeren und Großstationen ging, kamen kleinere Stationen mehr und mehr ins Hintertreffen, denen die modernen Zuchtmethoden, insbesondere jedoch das Samentiefgefrierverfahren, wegen der enormen Investitionskosten größere finanzielle Probleme bereiteten.

Aufgrund dieser Gegebenheiten schlossen sich seit Beginn der Tätigkeit der Aubinger Station mehrere Besamungsstationen an.

Im Jahr 1974 erfolgte die Verlegung der Besamungsstation von Aubing zum jetzigen Standort Grub. Aufgrund von zu klein gewordenen Kapazitäten wurde ein Umzug nötig. Die Lage der neuen Station erwies sich als äußerst günstig, denn sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Bayerischen Landesanstalt für Zierzucht mit der Zuchtwertprüfstelle, der Fütterungsberatung und der Abteilung Stallbau. Des Weiteren sind auch die Institute des Tiergesundheitsdienstes und das Blutgruppenlabor der Tierzuchtforschung, sowie das Stattsgut Grub hier angesiedelt.

In der Folge wurde die Station mehrmals erweitert, zusätzliche Stallplätze, eine Bergehalle und ein Quarantänestall kamen dazu.

Heute bietet der Standort Grub Platz für 120 Bullen. Hier befinden sich auch das Labor, die Bestellannahme, die Samenlagerung- und Ausgabe, sowie die Verwaltung.

Günstig für den Export wirkt sich die kurze Entfernung zum Flughafen, sowie die unmittelbare Nähe zur touristisch attraktiven Stadt München aus. Kunden aus nah und fern verbinden gerne einen Besuch der Besamungsstation mit einem Aufenthalt in der bayerischen Hauptstadt oder dem Umland.