Zucht auf Effizienz
Wir züchten ein harmonisches, hartes, leistungsbereites und effizientes Doppelnutzungsrind zur Produktion von Milch, Fleisch und Nebenprodukten, das in allen weltweit verfügbaren Produktionssystemen Verwendung findet.
Fleckvieh x Holstein
Wie funktioniert unser Kreuzungsprogramm Fleckvieh x Holstein?
Die F1-Generation

Die wichtigsten Ziele bei der Erstellung der F1-Generation sind:
- Verbesserung der Substanz und der Bemuskelung der Milchkühe
- Verbesserung des Fundaments
- Verbesserung der Fitness
- Verbesserung der Qualität der Kälber (Masteigenschaften)
- Verbesserung des Kuhtypus
- Erhöhung des Eiweißgehaltes in der Milch
- Reduktion der Mastitisanfälligkeit und des Zellgehaltes
Um gute Ergebnisse in der F1-Generation zu erzielen, werden an den Fleckvieh-Bullen folgende Anforderungen gestellt:
- RH-freies Fleckvieh
- Gute Zuchtwerte, aber nicht zu hohe Milchwerte
- Sehr gute Handelsklasseneinstufung
- Gute Vererbungseigenschaften hinsichtlich Bemuskelung, Form und Euter
- Lediglich beim Rahmen können leichte Einschränkungen in Kauf genommen werden

Ziel ist ein harmonisches F1-Kreuzungstier mit einem Höchstmaß an Heterosis zu züchten, das die Voraussetzungen für ein gutes Wachstum mitbringt und in den ersten 100 Tagen der Laktation nicht zu viel der Körpersubstanz einschmilzt, da die Kuh möglichst bald wieder trächtig werden muss, damit sie unseren Anforderungen von einem Kalb pro Jahr entspricht.
Vorteile der F1-Generation
- Ausnutzung von Heterosiseffekten, die sich hauptsächlich in Fitnessmerkmalen zeigen
- Gute Erstlaktationsleistungen und sehr niedrige Zellgehalte
- Langlebigkeit bei bester Gesundheit
- Mastfähigkeit der Kreuzungskälber
Das Anpaarungsprogramm zu Erzeugung der F2, F3 und F4-Generation Fleckvieh x Holstein
Die F1-Generation sollte nach folgenden Kriterien beurteilt werden:
- Hat die Kreuzungskuh genügend Bemuskelung?
- Entsprechen die Exterieurmerkmale und das Euter den Anforderungen?
- Welche Merkmale (Exterieur, Leistung) müssen verbessert werden?

Falls die F1-Kühe nicht genügend Substanz und Bemuskelung zeigen, sollte nochmals ein Bulle aus der Vorschlagliste für die F1-Generation verwendet werden.
Generell sollten zur Erzeugung der F2-Generation Bullen aus dem oberen Drittel der Fleckvieh-Population verwendet werden, wobei der Milchleistung bei diesem Schritt grösste Bedeutung beigemessen wird.
Fleckvieh kann für alle Kreuzungsstufen der Verdrängungskreuzung eingesetzt werden
Die Verdrängungskreuzung mit Fleckvieh wird im Folgenden am Beispiel von Töchtern des Bullen BFG Regio 10/191190 dargestellt.

| Elvira, F1 |
|---|
| 50% Fleckvieh, 50% Holstein |
| Leistung: |
| 1. La., 305 Tage: 9.268 - 4,12 - 3,43 |


| Hermine, F2 |
|---|
| 75% Fleckvieh, 25% Holstein |
| Leistung: |
| 1. La., 302 Tage: 7.166 - 4,81 - 3,15 |


| Anita, F3 |
|---|
| 87,5% Fleckvieh, 12,5% Holstein |
| Leistung: |
| 1. La., 305 Tage: 9.026 - 4,44 - 3,71 |
| 2. La., 279 Tage: 9.124 - 3,89 - 3,57 |


| Terma, F4 |
|---|
| 94% Fleckvieh, 6% Holstein |
| Leistung: |
| 1. La., 305 Tage: 9.206 - 3,61 - 3,68 |


| Prinz, F5 |
|---|
| Ergebnis der Verdrängungskreuzung |
| Leistung: |
| 1. La., 258 Tage: 6.889 - 4,33 - 4,01 |