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Supertaler

Die Ähnlichkeit in der Farbzeichnung der Pustertaler mit der afrikanischen Rinderrasse Nguni führte zu ersten erfolgreichen Kreuzungsversuchen der beiden Rassen. Die daraus entstehenden Tiere werden vom afrikanischen Simmentaler-Verband ab der Stufe F2 x F2 "Supertaler" genannt. Daraus soll zukünftig eine neue synthetische Rasse wie beispielsweise die Simbras (Simmentaler/Fleckvieh x Brahman) oder Brangus (Brahman x Angus) entstehen.

Vorteil der Nguni-Rasse in den heißem Klimaten Südafrikas ist ihre Angepasstheit, Hitzetoleranz, Fruchtbarkeit, leichte Abkalbung, lange Nutzungsdauer, sowie ihr sehr gutes Temperament. Nachteil sind die vergleichsweise leichten Absetzer, sowie die kleinen Schlachtkörper, die deshalb von der Fleischindustrie nicht sehr geschätzt sind.

Verbesserte Marmorierung im Rückenmuskel einer 16 Monate alten F1-Kreuzung.

Die Rasse Nguni wird stark unterstützt von der südafrikanischen Regierung, insbesondere um die Farmaktivitäten der schwarzen Bevölkerung zu forcieren. Hintergedanke der Kreuzung der Rassen Pustertaler und Nguni war, die positiven Eigenschaften beider Rassen zu kombinieren, um auf den Farmen einen höheren wirtschaftlichen Ertrag pro ha Weideland zu erzielen.

Ergebnisse der ersten Kreuzungen:

Für die Wirtschaftlichkeit einer Fleischrasse ist das Verhältnis von Gewicht des Absetzers im Vergleich zum Gewicht der Mutter eine entscheidende Größe. Bei ersten Versuchen in Elandsbosch konnten bei den Pustertaler x Nguni-Kälbern bezüglich der Absetzgewichte geradezu sensationelle Ergebnisse erzielt werden.

Ein positiver Nebeneffekt ist, daß die Kreuzungskälber ziemlich klein geboren werden, aber mit einer besonderen Vitalität ausgestattet sind. Die "Supertaler" haben dunkle Klauen, dunkles Hautpigment, pigmentierte Lidränder und scheinen dieselbe Resistenz gegenüber Zecken zu haben wie reine Ngunis.